Jeder Mensch will, dass ihm in seinem Leben Gerechtigkeit widerfährt. Und deshalb sind der Hunger nach Gerechtigkeit und die Hoffnung auf ein besseres Leben eine beständige Triebfeder für politische Bewegungen auf der ganzen Welt. Dabei war auch der Sozialdemokratie immer klar: Gerechtigkeit zielt vor allen Dingen auf die Gleichheit der Startchancen. Jeder Mensch muss in die Lage versetzt werden, aus eigener Kraft ein gutes Leben führen zu können. Dafür muss und kann Politik die Grundlagen schaffen. Die Hilfen durch unser engmaschiges soziales Netz immer wieder anzupassen, gehört zwingend dazu.

Nicht die Herkunft oder der Sozialstatus der Eltern, nicht Hautfarbe, Geschlecht oder Religion sollen darüber entscheiden, ob einem Türen offen stehen oder nicht. Für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, heißt also, allen Menschen Aufstieg und Teilhabe in Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Einer großen Mehrheit in Baden-Württemberg geht es gut. Sie empfindet das auch selber so. Trotzdem gibt es auch in unserem reichen Land Schattenseiten: wachsende Kinderarmut, niedrige Renten nach jahrelanger Schufterei, grassierende Steuerflucht von Millionären, Lohndumping in der Leiharbeit oder Hausärztemangel im ländlichen Raum. Gegen solche Missstände wollen wir vorgehen.

Bildung ist für junge Leute der Schlüssel zu einem Leben in Wohlstand. Weil das Land in der Schulpolitik zuständig ist, trägt es eine besondere Verantwortung für die Gleichheit der Bildungschancen. Wir müssen unsere Schulen so aufbauen und ausstatten, dass sie allen Begabungen und Fähigkeiten gerecht werden. Kinder in Schubladen stecken und aussortieren, widerspricht der Bildungsgerechtigkeit und dem Leistungsgedanken.

Gerechtigkeit besaß für die SPD schon immer eine internationale Dimension. Natürlich, unser Auftrag ist, vor allem die Kluft zwischen Arm und Reich hierzulande zu verringern. Aber dort, wo wir einen Hebel haben, müssen wir das Wohlstandsgefälle in Europa, ja auf der ganzen Welt abmildern helfen. Nur so gewinnt das Streben nach Gerechtigkeit insgesamt an Glaubwürdigkeit.

Ansprechpartner

Klose Fraktion
Roland Klose
Berater für Sozial- und Gesundheitspolitik