Andreas Stoch: Tagesmüttern und -vätern fehlt die Absicherung durch einen tariflichen Arbeitsvertrag, ihre Einnahmen werden nun auf null Euro zurückgehen

 Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Stoch, fordert, die Tagesmütter und -väter in der Kindertagespflege im Rettungsschirm des Landes für Selbständige zu berücksichtigen. „Die selbständig tätigen Tagesmütter und Tagesväter trifft die verordnete Einstellung der Kindertagespflege direkt und hart“, so Stoch. Ihnen fehle die Absicherung durch einen tariflichen Arbeitsvertrag und ihre Einnahmen würden nun auf null Euro zurückgehen.

„Ich appelliere daher an die Landkreise und die Städte im Land, den Tagespflegepersonen die Geldleistungen der Jugendämter weiter zu zahlen,“ sagt Stoch. Das sei die unbürokratischste Lösung in dieser schwierigen Situation, zumal die Gelder in den kommunalen Haushalten bereits eingestellt sind.

Stoch geht noch einen Schritt weiter: „Gleichzeitig fordere ich die Landesregierung auf, auch die Tagesmütter und -väter unter den Schutz des Rettungsschirms für Selbständige zu stellen. Denn eins ist sicher: wir brauchen diese Menschen und ihre Dienstleistungen wieder, wenn die Krise vorbei ist.“ Deswegen müsse jetzt ihr wirtschaftliches Überleben sichergestellt werden. Der Landtag habe gestern dafür in äußerst knapper Zeit 5 Milliarden Euro für einen Soforthilfefonds bereitgestellt. „Jetzt ist die Landesregierung gefragt, dass diese Hilfe ebenso schnell bei den Betroffenen ankommt“, so Stoch abschließend.

Stuttgart, 20. März 2020

Heike Wesener
Pressesprecherin

Ansprechpartner

Markus Sommer
Berater für Bildung, Jugend und Sport