Dr. Stefan Fulst-Blei, Fraktionsvize der SPD-Landtagsfraktion, befürchtet einen massiven Rückgang an Ausbildungsplätzen durch die Corona-Krise und fordert die grün-schwarze Landesregierung zum Handeln auf:

„Wenn nun immer mehr Betriebe und das Südwest-Handwerk signalisieren, dass es künftig weniger Ausbildungsplätze geben könnte, und schon jetzt bei Azubis wie auch Betrieben eine große Unsicherheit bei bestehenden Ausbildungsverhältnissen besteht, zeigt das für uns einen klaren Handlungsbedarf. Andere Bundesländer denken über Hilfen für Ausbildungsbetriebe nach oder haben solche bereits eingeführt. Wir erwarten, dass nun auch in Baden-Württemberg diskutiert und rasch gehandelt wird. Die grün-schwarze Landesregierung scheint das Problem nicht erkannt zu haben. Wir fordern eine unverzügliche Revitalisierung des Bündnisses für berufliche Bildung und Spitzengespräche der verschiedenen Beteiligten. Dort muss u.a. geklärt werden, mit welchen Ausbildungszahlen ab Sommer zu rechnen ist, wie Betriebe unterstützt werden können, ob das Land Ersatzkapazitäten im Bereich der schulischen beruflichen Bildung bereithalten muss und ob Kapazitäten für Verbundausbildungen geschaffen werden müssen, falls Betriebe schließen und Ausbildungen abgebrochen werden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind darauf angewiesen, weiterhin ausbilden zu können und den Fachkräftebedarf zu sichern, und junge Menschen brauchen die Sicherheit, ihre Ausbildung ordentlich fortführen zu können. Die derzeitige Lage darf nicht dazu führen, dass es bei Azubis, die ohnehin eine geringe Vergütung haben, zu Einbußen kommt. Die Coronakrise darf nicht zu einer Ausbildungskrise werden.“

Stuttgart, 4. Mai 2020

Heike Wesener
Pressesprecherin

Ansprechpartner

Plank Fraktion
Sven Plank
Berater für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau