Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, kommentiert die Ankündigung der Arbeitsgemeinschaft gymnasialer Elternvertreter im Regierungsbezirk Stuttgart (ARGE), das Land im kommenden Jahr wegen des hohen Unterrichtsausfalls verklagen zu wollen:

„Welch ein Armutszeugnis, dass in einem Land wie Baden-Württemberg die Eltern ihre eigene Landesregierung verklagen müssen! Doch sie haben recht: Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat seit Amtsübernahme 2016 zu wenig gegen den Unterrichtsausfall getan. Schlimmer noch: Sie ließ Jahr um Jahr mehr als 2.500 ausgebildete Gymnasiallehrkräfte auf der Straße sitzen, während im Klassenzimmer Unterricht ausfallen musste.

Wir könnten in Baden-Württemberg schon längst eine Krankheitsreserve von mindestens 2.000 Stellen haben und über ein aufgestocktes Entlastungskontingent verfügen, hätte Eisenmann ihren Job richtig gemacht. Auch in den jüngsten Haushaltsverhandlungen fehlte der Kultusministerin die nötige Durchsetzungskraft. So begnügt sie sich nun damit, den Unterrichtsausfall häufiger zu erheben, statt die Notlage der Schulen wirklich zu lindern.

Zugegebenermaßen ist es nicht in jeder Region und jedem Fach einfach, den Unterrichtsausfall kurzfristig zu stoppen. Umso schändlicher ist es jedoch, dass die CDU-Spitzenfrau auch für die Zukunft nicht vorsorgen will. Oder was sonst hält sie davon ab, endlich die Studienkapazitäten im Schulbereich zu erhöhen, insbesondere im Bereich der Grundschule und Sonderpädagogik?“

Stuttgart, 18. November 2019

Achim Winckler
Stellvertretender Pressesprecher

Ansprechpartner

Ehret Fraktion
Jana Ehret
Beraterin für Bildung, Jugend und Sport