Daniel Born: „Die stufenweise Verschiebung des Einschulungsstichtags ist der richtige Schritt. Wichtig ist jetzt, dass nach dem ganzen Hin und Her alle Betroffenen schnellstmöglich und umfangreich informiert werden“

Daniel Born, Bildungsexperte der SPD-Landtagsfraktion, begrüßt die Verschiebung des Einschulstichtags: „Die stufenweise Verschiebung des Einschulungsstichtags auf den 30. Juni ist der richtige Schritt – die SPD hatte die entsprechende Petition der Eltern im letzten Frühjahr konsequent unterstützt und mit parlamentarischen Initiativen begleitet. Es ist wichtig, dass die individuelle Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt steht und sich die Eltern bei der Entscheidung zum richtigen Einschulungszeitpunkt gut begleitet fühlen. Es zeigt sich nun aber auch, dass es vollkommen unnötig war, bei Kommunen, Kitas und Eltern in den letzten Monaten so viel Unsicherheit und Unmut zu diesem Thema entstehen zu lassen. Aus unserer Sicht hätte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann von Anfang an deutlich gründlicher mit dem Thema umgehen müssen. Behauptete sie doch auf unsere schriftliche Anfrage im März 2019 hin, dass durch eine Verschiebung keine gravierenden finanziellen oder organisatorischen Auswirkungen zu erwarten seien. Sie musste sich dann im Sommer von den Kommunen eines Besseren belehren lassen, als sie ihr vehement widersprachen und zurecht auf ernstzunehmende Kapazitätsprobleme in den Kitas verwiesen. Hier ging bei Kultusministerin Eisenmann mal wieder Schnelligkeit vor Gründlichkeit. Umso wichtiger ist es jetzt, dass nach diesem ganzen Hin und Her alle Betroffenen schnellstmöglich und umfangreich informiert werden.“

Dr. Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, kann keinen wirklichen Mehrwert bei der angeblich notwendigen Schulgesetzänderung zum Werkrealschulabschluss erkennen: „Dieses CDU-Rettungsprogramm für die Hauptschule ist heiße Luft und bringt nichts wirklich Neues. Die aktuelle Gesetzeslage zur regionalen Schulentwicklung sieht bereits vor, dass Schulabschlüsse überall im Land in zumutbarer Erreichbarkeit gesichert sind. Dass sich die Grünen für eine solche konservative Image-Kampagne der CDU-Spitzenkandidatin Dr. Susanne Eisenmann missbrauchen lassen, kann nur verwundern. Angesagt wäre eine echte Weiterentwicklung der Haupt- und Werkrealschule – diese Anerkennung hätten die Schulleitungen und Lehrkräfte dieser Schulart mehr verdient als eine derartige Degradierung zur Resteschule, wie sie von Grün-Schwarz derzeit betrieben wird.“

Stuttgart, 21. Januar 2020

Heike Wesener
Pressesprecherin

Ansprechpartner

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Daniel Born
Wohnungspolitischer Sprecher
Sprecher für frühkindliche Bildung

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Beraterin für Bildung, Jugend und Sport