Der Sprecher für frühkindliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion, Daniel Born, denkt nicht nur über die Ausweitung der Notfallbetreuung nach:

„Zum Wohl der Kinder muss es auch für Kitas mehr geben als nur eine Notbetreuung bis zum Ende der Sommerferien. Die ersten Jahre im Bildungssystem sind die wichtigsten. Die sozialen Unterschiede, die in dieser Zeit nicht ausgeglichen werden können, bleiben bestehen oder verstärken sich bis zum Schulabschluss. Das gilt für die Grundschule und das gilt auch für die frühkindliche Bildung. Somit sind es die Kinder, die mit dem unfreiwilligen Verzicht auf diesen Ausgleich eine hohe Solidarität mit unserer heutigen Gesellschaft zeigen. Für die Kinderbetreuung muss es deswegen eine erweiterte Notbetreuung mit weitgehendem Ermessenspielraum der Einrichtungsträger geben. Die Eckpunkte, welche die nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in ihrer dritten Ad-hoc-Stellungnahme formuliert hat, den Regelbetrieb mit reduzierter Gruppengröße für die 5-6-jährigen wiederaufzunehmen, sollte hierbei lediglich als Untergrenze angesehen werden. Wo Räume und Personal zur Verfügung stehen, soll auch der Kita-Betrieb wieder stärker anlaufen dürfen. Flankiert werden muss diese Maßnahme durch eine gegebenenfalls verstärkt flexible Handhabung der Arbeitgeber was Arbeitszeiten und -orte von Eltern betrifft, ähnlich wie es auch die Leopoldina vorgeschlagen hat.“

Stuttgart, 16. April 2020

Heike Wesener
Pressesprecherin

Ansprechpartner

Daniel Born
Stellvertretender Landtagspräsident

Markus Sommer
Berater für Hochschulen, Wissenschaft und Kunst