„Die grundsätzliche Kritik von Ministerpräsident Kretschmann an derartigen Förderprogrammen des Bundes mag bisweilen nicht einmal unbegründet sein“, sagt Daniel Born, Sprecher für frühkindliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion: „Leider ist er in der aktuellen Lage aber auch nicht gerade hilfreich. Der Ministerpräsident selbst gibt zu, dass weder das Land noch die Kommunen auf das Geld verzichten können.“

„Hoffentlich erklärt er das auch der Kultusministerin, die sich beim guten Ganztag weiter quer stellt. Denn wo Qualitätsstandards nicht überprüft werden können, bleibt alles Reden von Qualität leeres Geschwätz. Gerade weil die Kommunen gute und sehr gute Ganztagsangebote haben, ist es völlig unverständlich, dass sich Frau Eisenmann weigert, auf die Angebote der Kommunen überhaupt draufschauen zu können. Denn dafür müsste sie die Schulaufsicht damit beauftragen oder die Angebote müssten mit einer Betriebserlaubnis für Horte betrieben werden; beides Garanten für Qualität und überprüfbar.“

„Born: Frau Eisenmann sagt, sie braucht die fast 100 Millionen Euro vom Bund nicht, weil 200 Millionen Euro für den Ganztag noch gar nicht abgerufen sind. Geld für die Entwicklung des Ganztags einsetzen will sie also offensichtlich auch nicht. Doch der Ganztags-Rechtsanspruch für Grundschulkinder ab 2025 muss Qualitätsstandards erfüllen. Dieses Interesse eint Eltern, Kinder, Erzieher und Kommunen. Nur Frau Eisenmann läuft neben der Spur, und das versursacht im Land den eigentlichen Stress.“

Stuttgart, 6. Oktober 2020

Dr. Hendrik Rupp

Pressestelle

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Born MdL
Daniel Born
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Sprecher für frühkindliche Bildung

Markus Sommer
Berater für Bildung, Jugend und Sport