Zumeldung dpa/lsw: „Studie: Für optimale Kita-Qualität fehlen zehntausende Fachkräfte“

Daniel Born: „Landesregierung darf steigende Nachfrage bei den Kitas nicht länger verschlafen.“

„Diese Studie spricht Klartext: während Eltern auf die gute Bildung in Kitas setzen, hat das Land schlicht gepennt. Das ist unverzeihlich“, so Daniel Born, Sprecher für frühkindliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion. Born mahnt die Landesregierung dringend zum Ausbau der Ausbildungskapazitäten für Kita-Fachkräfte. „Dass laut Bertelsmann-Studie mit den vorhandenen Ausbildungskapazitäten der Fachkräftebedarf in der frühkindlichen Bildung nicht mehr zu decken ist, muss der Landesregierung ein alarmierender Weckruf sein. Im grün-schwarzen Koalitionsvertrag findet sich ja nur die beschauliche Formulierung, man wolle ermitteln, ob es vielleicht sinnvoll wäre, in der Kita weitere pädagogische Funktionsstellen zu schaffen. Ein Hohn angesichts des Defizits, das die Studie offenbart. Natürlich muss das Land weitere pädagogische Funktionsstellen schaffen, um den Arbeitsplatz Kita attraktiver zu machen und um die Qualität der Betreuung weiter  zu erhöhen. Die Regierung muss aber auch generell die Ausbildungs- und Studienkapazitäten für Kita-Fachkräfte erhöhen, und zwar jetzt für morgen!“

„Schön, dass Grün-Schwarz im Koalitionsvertrag die praxisorientierte Ausbildung PiA als den richtigen Weg ansieht. Aber das allein reicht eben nicht. Dass die Kita auch in Baden-Württemberg immer mehr Zuspruch findet und finden wird, ist auch nicht einfach eine Laune der Eltern, es ist oft eine berufliche Notwendigkeit. Platzmangel, Fachkräftemangel und Gebühren sind ein Hemmschuh für die Entwicklung des Landes und zum Schaden der Kinder. Aber ein Schelm, wer Böses dabei denkt: vielleicht weiß Grün-Schwarz ja ganz genau um den Mangel – und schaltet darum auf stur, wenn es um gebührenfreie Kitas geht?“

Stuttgart, 24. August 2021

Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle

Ansprechpartner

Daniel Born
Stellvertretender Landtagspräsident

Markus Sommer
Berater für Bildung, Jugend, Sport, Hochschulen, Wissenschaft und Kunst