SPD-Bildungsexperte Daniel Born kommentiert die Alphabetisierungskampagne des Landes:

„Das Schattendasein des Analphabetismus muss beendet werden. Es ist richtig, das Thema ins Zentrum der öffentlichen Diskussion zu rücken. Da allein in Baden-Württemberg rund eine Millionen Erwachsene nicht richtig lesen und schreiben können, müssen wir offen über diese Tatsache sprechen und niedrigschwellige Angebote für Betroffene ausbauen.

Dass die Kampagne zur Alphabetisierung nun ein prominentes Gesicht erhält, kann dabei nur helfen. Der nachhaltige Erfolg der Maßnahmen und die verbesserte Teilhabe der Betroffenen werden jedoch vor allem von den Strukturen und der Qualität der Förderung abhängen. Die bessere Ausstattung der Weiterbildungsträger durch das Land ist in dieser Hinsicht Dreh- und Angelpunkt und muss im nächsten Landeshaushalt endlich, wie lange angekündigt, erhöht werden. Erst nach monatelangem öffentlichem Protest großer Träger, wie dem Boykott des Beirats zur Alphabetisierung seitens der Volkshochschulen, lenkte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann ein. Die Herausforderung ist zu groß und die Lage für die Betroffenen zu ernst für solche Pokerspiele der grün-schwarzen Landesregierung.“

Stuttgart 11. Februar 2019

Achim Winckler
Stellvertretender Pressesprecher

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Jana Ehret
Beraterin für Bildung, Jugend und Sport