Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Stoch, kritisiert den Schlingerkurs der grün-schwarzen Landesregierung beim Corona-Hilfsfonds für Sportverbände und -vereine in Baden-Württemberg:

„Es geht gar nicht, dass hier der Sport gegen die Jugendherbergen ausgespielt wird. Noch im Bildungsausschuss vor zwei Wochen hat die Kultusministerin glaubhaft versichert, dass die dringend benötigten Unterstützungszahlungen für die Sportvereine im Land auf den Weg gebracht werden. So seien im zweiten Corona-Hilfspaket der Landesregierung zehn Millionen Euro für Sportvereine und Ehrenamtliche vorgesehen. Dass davon die grüne Finanzministerin Sitzmann nun angeblich sechs Millionen Euro für Jugendherbergen abziehen will, ist nicht nur unfair, es ist ein grobes Foulspiel – auf dem Spielfeld der zerstrittenen Koalition und gegenüber dem Sport! Der organisierte Sport steht für dreieinhalb Millionen Mitglieder. Die Vereine als Orte des sozialen Miteinanders müssen unterstützt werden. Grüne und CDU werden diesen wichtigen Themen nicht gerecht, wenn sie auf dem Rücken des Sports und der Jugendherbergen ihre parteipolitischen Spielchen betreiben.“

Zwar benötigten Herbergsvereine wie Jugendherbergen und Naturfreunde ebenfalls dringend die finanzielle Unterstützung von Land und Bund, so Stoch, doch dürfte diese keine Auswirkung auf den Hilfsfonds für den Sport haben: „Der Sport und die Sportvereine haben mindestens die zehn Millionen Euro und einen fairen Umgang verdient.“

Stuttgart, 8. Juni 2020

Achim Winckler
Stellvertretender Pressesprecher

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Berater für Hochschulen, Wissenschaft und Kunst