Antrag - Zugtoiletten im Regionalverkehr

Endlose Pendler sind jeden Tag in den Regionalzügen in Baden-Württemberg unterwegs. Besonders der Hauptbahnhof in Stuttgart ist vielfrequentiert.

Aufgrund der anhaltenden Pandemie sind die Hygienemaßnahmen im Land besonders wichtig. Hände waschen wird zu einem essenziellen Teil der Infektionsbekämpfung. Unser verkehrspolitischer Sprecher Martin Rivoir hat sich deshalb erkundigt, wie es um die Toiletten in den Regionalbahnen bestellt ist. Bei jedem 10 Zug ist eine tolle nicht funktionsfähig und 4% fahren sogar komplett ohne benutzbare Toilette.

Für unseren Abgeordneten Martin Rivoir ist das nicht hinnehmbar:

„Wenn 4% der Züge im Regionalverkehr komplett ohne funktionierende Toilette im gesamten Zug unterwegs sind, dann ist das ein unhaltbarer Zustand und eine echte Sauerei.“

Noch brisanter wird es dadurch, dass Verkehrsminister Hermann bereits angekündigt hat, dass sich an dieser Situation erstmal nichts verändert.

Dieses Nichtstun ist unter normalen Umständen schon problematisch, aber wird während der Corona-Krise möglicherweise zu einer ernstzunehmenden Gefahr. Viele Pendler können sich schlicht nicht die Hände waschen oder desinfizieren, wie es sinnvoll wäre.

Der Vergleich in andere Länder zeigt aber, dass es auch anders geht: saubere Toiletten mit Pissoir und Desinfektionsspendern – gerade in Pandemiezeiten ein Muss. Davon könnte sich unser Verkehrsminister eine große Scheibe abschneiden.

Ansprechpartner

Christiane Albrecht
Beraterin für Innenpolitik und Verkehrspolitik