„Fassungslos“ zeigt sich der SPD-Bildungsexperte Dr. Stefan Fulst-Blei angesichts der Tatsache, dass es an baden-württembergischen Schulen erst Wochen nach der Wiederöffnung FFP-2-Schutzmasken für Lehrerinnen und Lehrer geben soll. „Wenn es so käme, dass Grundschulen bald drei Wochen ohne die eigentlich nötige Schutzausrüstung für Lehrerinnen und Lehrer öffnen sollen, wäre das ein ungeheurer Verstoß gegen jede Vernunft, jede Vorsicht und die Fürsorgepflicht des Landes für seine Lehrkräfte“.

Fulst-Blei: „Einmal mehr hat man den Eindruck, dass Schulöffnung für Frau Eisenmann eine abstrakte Trophäe ist, die sie zwar heiß begehrt, aber nicht versteht. Erst der Unfug mit der Schulöffnung bei jeder Infektionslage, dann die viel zu simple Lösung beim Schulstart. Man kann nur hoffen, dass Ministerpräsident Kretschmann seine Kultusministerin ein weiteres Mal zurückpfeift.“

„Sehr viele Lehrerinnen und Lehrer leisten seit Beginn der Pandemie viel mehr, als sie müssten. Wenn Frau Eisenmann nun sagt, das Land sei nicht zum Schutz der Lehrkräfte verpflichtet, ist das ein Gipfel der Undankbarkeit. FFP-2-Masken für Lehrkräfte sind keine Kür, sondern Pflicht, Frau Eisenmann. Andere Bundesländer sorgen auch ohne gesetzlichen Zwang ganz selbstverständlich für die Sicherheit der Lehrkräfte.“

Stuttgart, 22. Januar 2021

Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle

Ansprechpartner

Markus Sommer
Berater für Bildung, Jugend und Sport