Bildungsexperte Frank Mentrup: „Es ist gut, dass auch die IHKs die höchst problematischen Folgen des Lehrermangels bei den Berufsschulen für die Wirtschaft des Landes klar benennen“

Die SPD-Fraktion sieht sich durch die Kritik der baden-württembergischen IHKs an der Politik der Landesregierung gegenüber den Berufsschulen bestätigt. Schließlich weise die SPD seit Jahren auf das strukturelle Defizit bei der Lehrerversorgung der Berufsschulen hin. „Es ist gut, dass auch die IHKs die höchst problematischen Folgen des Lehrermangels bei den Berufsschulen für die Wirtschaft des Landes klar benennen“, sagte Frank Mentrup, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Schließlich könnten die Jugendlichen nur dann eine gute Ausbildung bekommen, wenn nicht nur die Be-triebe, sondern eben auch das Land seinen Teil dazu beitrage.

Die Landesregierung müsse deshalb endlich mehr Stellen bereitstellen. Allein an den beruflichen Schulen fehlten durch nicht besetzte Stellen, Überstunden von Lehrkräften, sowie nicht regulär abgehaltenem Unterricht über 2000 Stellen. Sich angesichts solcher Zahlen selbst zu rühmen, wie durch die CDU in der jüngsten Plenardebatte geschehen, sei blanker Hohn in den Augen der geplagten Schüler und Lehrer, sagte Mentrup.

Stuttgart, 26. November 2009
Dr. Roland Peter
Pressesprecher