MdL Sabine Wölfle: „Frauen leisten gute Arbeit. Diese muss aber auch gerecht entlohnt werden.“

Die SPD-Landtagsabgeordnete und frauenpolitische Sprecherin Sabine Wölfle nimmt den Equal Pay Day zum Anlass, erneut auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen hinzuweisen und Änderungen einzufordern.

„In Baden-Württemberg liegen wir sowohl unter den Bundesländern als auch im Vergleich mit den anderen Staaten der Europäischen Union mit 27 % Abstand zwischen den durchschnittlichen Verdiensten der Männer und der Frauen an letzter Stelle. Das darf nicht so bleiben“, so Wölfle. Sie fügt hinzu: „Frauen leisten gute Arbeit. Diese muss aber auch gerecht entlohnt werden.“ Selbst mit dem hohen Anteil an Frauen in Teilzeitbeschäftigung in Baden-Württemberg und der unterschiedlichen Entlohnung zwischen den Branchen sei dieser gewaltige Abstand nicht zu erklären.

Wölfle setzt jetzt vor allem auf Maßnahmen, wie sie die Große Koalition im Bund im Koalitionsvertrag vereinbart hat. Dazu gehören etwa verpflichtende Erklärungen zur Entgeltgleichheit im Lagebericht größerer Unternehmen, die Aufwertung von Arbeit in der Pflege, Betreuung und frühkindlicher Bildung sowie die stärkere Einbindung der Beschäftigten und ihrer Vertretungen im Kampf gegen Lohndiskriminierung. „Wir Sozialdemokratinnen haben hier gut verhandelt. Jetzt müssen konkrete Schritte folgen“, so Wölfle. Als landespolitische Maßnahme werden aktuell entsprechend der Vereinbarung in der grün-roten Koalition Verbesserungen der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen im öffentlichen Dienst vorbereitet.

„Auch die Unternehmen und Tarifpartner sind in der Pflicht, verlässliche Verfahren zu entwickeln. Die baldige Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns auch im Kampf für eine geschlechtergerechte Entlohnung ist dabei ein unverzichtbarer Schritt“, erklärt Wölfle abschließend.

Stuttgart, 20. März 2014
Sven Plank, Stellv. Pressesprecher