Claus Schmiedel: „Der Abzug der C-Klasse-Produktion aus Sindelfingen war keineswegs ohne Alternative. Die Belegschaft braucht nun konkrete Pläne, wie die Beschäftigung am Standort gesichert werden kann“

SPD-Fraktionschef heute Abend auf Kundgebung in Böblingen

Der Landtag wird sich in seiner Plenarsitzung am Donnerstag kommender Woche (10. Dezember 2009) auch mit den Entwicklungen beim Daimler-Standort in Sindelfingen auseinandersetzen. Im Rahmen einer von der SPD beantragten Aktuellen Debatte zum Thema „Abbau von Industriearbeitsplätzen in Baden-Württemberg: Was unternimmt die Landesregierung, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu ermöglichen?“ soll auch die Verlagerung der C-Klassen-Produktion und die damit verbundene erneute Schwächung des Automobilstandorts aufs Tapet kommen.

Der im schleppenden Übergang von Oettinger zu Mappus offenbar zunehmend handlungsunfähigen Landesregierung wirft SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel vor, mit ihrer achselzuckenden Gleichgültigkeit gegenüber den Verlagerungsplänen des Daimler-Konzerns den wirtschaftspolitischen Interessen des Landes zu schaden. „Wenn eine Entscheidung von dieser Tragweite ansteht, dann muss ein Ministerpräsident, der sich gerne seiner hervorragenden Wirtschaftskontakte rühmt, alle Register ziehen, um die Produktion in Baden-Württemberg zu retten“, sagte Schmiedel.

Der SPD-Fraktionschef will mit seiner Teilnahme an einem großen Demonstrationszug der Daimler-Beschäftigten und an der abschließenden Kundgebung am Freitagabend in Böblingen seine Solidarität mit den Protesten gegen die Entscheidung der Konzernspitze zum Ausdruck bringen. Angebliche betriebswirtschaftliche Zwänge für die Produktionsverlagerungen will Schmiedel nicht gelten lassen: „Es gab sehr wohl Erfolg versprechende Alternativen zum Abzug der C-Klasse-Produktion aus Sindelfingen.“ Die Daimler-Belegschaft brauche nun konkrete Pläne und verlässliche Zusagen, mit welchen Produkten und Aufgaben die Arbeitsplätze am Standort langfristig gesichert werden können.

Stuttgart, 4. Dezember 2009
Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher