Für den gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rainer Hinderer ist und bleibt die geplante Landarztarztquote der grün-schwarzen Landesregierung Murks:  „Erstens können Abiturientinnen und Abiturienten noch gar nicht einschätzen, wie ihre Lebenssituation nach sechs Jahren Studium und acht Jahren Weiterbildung zum Facharzt konkret sein wird. Zweitens bekommt ein Medizinstudienplatz in Deutschland damit einen Preis und wohlhabende Eltern werden eine mögliche Strafzahlung mit den Kosten der Ausbildung ihrer Kinder etwa in Budapest vergleichen. Drittens werden die Allgemeinmedizin und die Tätigkeit im ländlichen Raum damit als unattraktiv dargestellt – sozusagen als zweitbeste Wahl. Und viertens: Wir brauchen die Landärzte jetzt und nicht erst in 14 Jahren. Ich kann deshalb gern auf die Landarztquote verzichten und wäre nicht traurig, wenn der Streit von Grünen und CDU noch über den Rest der Legislaturperiode anhält.“

Die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Gabi Rolland ergänzt: „Die grün-schwarze Koalition kennt all diese Argumente, entscheidet sich dennoch bar jeder Expertise für die Landarztquote und zwingt die Wissenschaftsministerin sowie die medizinischen Fakultäten, etwas umzusetzen, was sie eigentlich nicht wollen. Viel wichtiger wäre, die Beschlüsse aus dem Masterplan Medizinstudium 2020 zur Verbesserung der Position der Allgemeinmedizin im Studium endlich konsequent auch im Land anzuwenden. Und wir werden angesichts der Lage umso genauer darauf achten, dass der dringend nötige Ausbau der Studienplätze in der Medizin nicht nochmals verschleppt wird.“

Stuttgart, 13. August 2020

Dr. Hendrik Rupp

Pressestelle

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Vorsitzender des Sozialausschusses im Landtag

Rolland MdL
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Umweltpolitische Sprecherin, Hochschulpolitische Sprecherin

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Berater für Sozial- und Gesundheitspolitik