Martin Rivoir, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zur Kritik von Verkehrsminister Winfried Hermann am Zuglieferanten Bombardier:

„Die mit der Neuvergabe der Netze versprochenen Verbesserungen für die Fahrgäste kommen nicht und Verkehrsminister Winfried Hermann und alle weiteren Beteiligten spielen munter ‚Schwarzer Peter‘, anstatt endlich Verantwortung zu übernehmen. Allen voran Hermann, der am Ende ohnehin die politische Verantwortung tragen muss.

Der Verkehrsminister kann sich jetzt nicht einfach hinstellen und Bombardier alleine die Schuld für die verspätete Lieferung der Züge in die Schuhe schieben. Dem Verkehrsministerium war hinlänglich bekannt, dass Bombardier der Partner der Wahl bei Abellio sein würde und auch die Vorgeschichte von Bombardier mit Lieferverzögerungen dürfte keine Neuigkeit gewesen sein. Von daher ist man im Verkehrsministerium die Sache ziemlich blauäugig angegangen und hätte bei der Vergabeentscheidung auch prüfen müssen, ob die versprochenen und angebotenen Züge tatsächlich rechtzeitig fahren können. Das hätte von Anfang an ‚Chefsache‘ sein müssen, denn letztendlich gehören die bis jetzt nicht gelieferten Züge dem Land. So darf sich der Verkehrsminister nicht wundern, wenn am Ende er selbst den ‚Schwarzen Peter‘ hat, weil er und sein Ministerium eine professionelle Projektüberwachung haben vermissen lassen.“

Stuttgart, 8. August 2019

Heike Wesener
Pressesprecherin

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Thomas Leipnitz
Berater für Verkehrspolitik