„Lieber spät als nie“, kommentiert Jonas Hoffmann, Experte für Digitalisierung und Landesentwicklung: „Angesichts der überproportionalen Zahl an weißen Flecken ohne jeden Mobilfunkempfang müssen wir im Südwesten endlich nachlegen“.

Für den SPD-Experten gäbe es außer Erleichterungen bei der Bauordnung aber noch ganz andere Chancen: „Der Ministerpräsident selbst verwendet ausdrücklich das Wort ,Marktversagen‘. Dann kann man in diesen Markt aber auch etwas eingreifen.“

Hoffmann: „Als echtes Funkloch gilt bei der Bundesnetzagentur nur eine Gegend ohne jede Netzabdeckung. Aber die Netze der einzelnen Anbieter haben noch weit größere Löcher.“ Der Vorschlag des SPD-Politikers: „Mit einem lokalen Datenroaming wäre jedes Netz für alle offen, wenn es keine andere Netzabdeckung gibt. Das würde sofort viele Löcher stopfen und zudem eine Unmenge Energie sparen. Für die deutschlandweiten Mobilfunknetze braucht es jedes Jahr so viel Strom, wie mehrere Atomkraftwerke erzeugen. Es ist auch deswegen zu hinterfragen, ob wir auf dem Land jedes Funkloch drei- oder gar viermal stopfen müssen.“

Dr. Hendrik Rupp

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Beraterin für Landesentwicklung und Wohnen