„Es wäre ja schön, wenn wir nun endlich mit einem starken Zuwachs der Windkraft im Land rechnen könnten“, sagt Jan-Peter Röderer, der energiepolitische Sprecher der SPD im Landtag, zur Ankündigung, 1000 Windkraftanlagen sein im Genehmigungsverfahren. „Aber natürlich sind Anlagen im Genehmigungsverfahren noch keine sicheren künftigen Anlagen: Artenschutz, Widerstand vor Ort, Auflagen, die die Wirtschaftlichkeit verschlechtern und andere Gründe können auch das Aus bedeuten. Zudem führt der bundesweite Windkraftboom dazu, dass weniger Anlagen in den weniger wirtschaftlichen, aber dennoch wichtigen südlichen Bundesländern zum Zuge kommen. Zugleich versucht die CDU in Berlin auch noch, die Windkraft in Süddeutschland abzuwürgen.“

Röderer: „Dabei vermindert jede Kilowattstunde, die hier im Südwesten produziert wird, teure Redispatchmaßnahmen, um das Netz stabil zu halten und teure Stromtransporte aus dem Norden. Volkswirtschaftlich und für die Stromkunden sind Windkraftanlagen im Südwesten deshalb wichtig und sinnvoll.“

Zweifel hat der SPD-Experte auch an den versprochenen Beschleunigungen: „Die Digitalisierung des Genehmigungsprozesses verspricht die Regierung bereits seit etlichen Jahren, aber auch hier bleibt es nach allen angeblichen Beschleunigungen beim Schneckentempo“.

Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle

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Nils Opitz-Leifheit
Berater für Energie und Umwelt, Ländlicher Raum, Verbraucherschutz