Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, sieht die aktuell ausgehandelte Teststrategie für die Schulen als nicht ausreichend an. „Frau Eisenmann ermöglicht umfassende Tests vor Schuljahresbeginn, bleibt ansonsten aber hinter ihren eigenen Ankündigungen zurück. Richtig koordiniert wissen wir dann zumindest am ersten Schultag, dass niemand infiziert ist. Aber danach? Zumindest sollte die Möglichkeit zur zweiten Testung individuell auch zu einem späteren Zeitpunkt ermöglicht werden.“

„Von einer flächendeckenden Strategie, mit der Lehrkräfte, Personal sowie Schülerinnen und Schüler sich geschützt fühlen können, ist dieser Kompromiss weit entfernt. Zudem wird mit ihm auf Grundlage der heutigen Verordnung der Hybridunterricht als Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht ab Herbst zur Regel. Denn der aktuelle Ministerbrief verlangt, dass jedes Kind und jeder Jugendliche bei jedem Auftreten eines Atemwegsinfekts nach Hause geschickt werden muss. Ohne Testung heißt dies: bei Schnupfen oder Husten ist Fernunterricht die Regel. Damit ist klar, dass die Kultusministerin ab der kälteren Jahreszeit keinen umfassenden Präsenzunterricht gewährleisten kann.“

„Zugleich kommen die Schulen bei der Digitalisierung nicht ausreichend voran. Frau Eisenmann führt unsere Schulen weiter in die Bildungsmisere.“

Stuttgart, 14. Juli 2020

Dr. Hendrik Rupp

Pressestelle

Ansprechpartner

Markus Sommer
Berater für Hochschulen, Wissenschaft und Kunst