Zumeldung dpa/lsw: » GEW warnt vor noch mehr Unterrichtsausfall im nächsten Schuljahr«

Zu den Äußerungen der GEW-Landesvorsitzenden Monika Stein äußert sich der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, wie folgt: „Zu Recht weist die GEW-Landesvorsitzende auf den akuten Lehrkräftemangel und die damit einhergehende mangelnde Unterrichtsversorgung an den Schulen in Baden-Württemberg hin. Es wird Zeit, dass die Landesregierung endlich konkrete Konzepte zur Bekämpfung des Lehrkräftemangels vorlegt. Der massive Lehrkräftemangel ist seit langem bekannt und dennoch hat die Landesregierung in den vergangenen Haushaltsverhandlungen die notwendige Aufstockung von Lehrkräftestellen verhindert und der eigenen Kultusministerin nicht einmal den dringend erforderlichen Ausbau der Krankheitsvertretungsreserve gewährt.“

„Statt selbst zu handeln, zeigt die Kultusministerin mit dem Finger auf andere. Tatsache ist aber, dass die Aufstockung der Studienplätze im Lehramt zu langsam läuft und die Krankheitsvertretungsreserve schon zu Beginn des Schuljahres aufgebraucht ist. Die Folgen sind eine Überlastung der Lehrkräfte und Unterrichtsausfall über alle Schularten hinweg. Grün-Schwarz muss sich endlich an die eigene Nase fassen und die Studienplätze im Lehramt ausbauen, die Krankheitsvertretungsreserve aufstocken, mehr multiprofessionelle Teams an unseren Schulen aufbauen und befristete Lehrkräfte über die Sommerferien weiter beschäftigen. Wertschätzung für die Lehrkräfte und attraktive Rahmenbedingungen sollten selbstverständlich sein. Nehmen Sie die Notrufe aus den Schulen endlich ernst!“

Achim Winckler

Pressesprecher

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