Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, äußert sich zu den Ergebnissen der zweiten Vollerhebung zum Unterrichtsausfall an allen öffentlichen Schulen wie folgt:

„Die Gymnasien werden zum Sündenfall von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Es ist unfassbar, dass von allen Schularten ausgerechnet an den Gymnasien mit 6,5 Prozent die meisten Stunden ausfallen, während weit über 2.000 für diese Schulart ausgebildete Lehrkräfte ohne Stelle auf der Straße sitzen. Frau Eisenmann hat es versäumt, die Krankheitsreserve rechtzeitig aufzustocken, obwohl das Fachpersonal verfügbar ist. Es zählen keine Ausreden wie der Verweis auf die Pensionierungswelle und den Fachkräftemangel – die Lehrkräfte sind da, werden dringend gebraucht und sie wollen in die Klassenzimmer!

Nun zeigt sich, wie fatal es war, dass die CDU-Kultusministerin im Landeshaushalt 2017 über 1.000 Stellen gestrichen hat. Die Leidtragenden sind wie an allen anderen Schularten die Schülerinnen und Schüler. Da ist es nur verständlich, dass Eltern mit einer Klage drohen – aber welche Blamage ist das für eine Kultusministerin und für Baden-Württemberg! Auch die Grünen können sich nicht aus der Affäre ziehen, denn sie haben das Finanzministerium inne, das endlich die Mittel für zusätzliche Stellen an den Schulen freigeben muss. Geschieht hier nichts, sparen sie die Zukunftsfähigkeit dieses Landes kaputt.“

Stuttgart, 16. April 2019

Achim Winckler
Stellvertretender Pressesprecher

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Beraterin für Bildung, Jugend und Sport