Zumeldung dpa/lsw: Forschungsministerin Bauer will fairere Verträge für Wissenschaftler

Die wissenschafts- und forschungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Dorothea Kliche-Behnke, fordert eine offene und faire Diskussion über die Vereinbarkeit von Forschung und Familienplanung im Land:

„Die schwierige Situation vieler junger Wissenschaftler*innen an unseren Hochschulen liegt im aktuellen Wissenschaftszeitvertragsgesetz begründet. Das gilt nicht nur für deren Forschung. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz in seiner jetzigen Ausprägung ist ein Hindernis für die Familienplanung junger Menschen. Wir müssen von der starren Orientierung an einer Jahreszahl und der fehlenden Planbarkeit für das Leben der Forschenden wegkommen. Die Abschaffung der Halbjahresverträge ist ein Anfang. Es reicht aber nicht aus, wenn Wissenschaftsministerin Theresia Bauer nur darauf verweist und sich auf Durchschnittszahlen für eine Promotion beruft. Forschung ist so vielfältig wie die Forschenden, die sie betreiben und die Institute, an denen sie stattfindet.“

„Es gibt noch viel mehr Stellschrauben, an denen gedreht werden muss, damit Forschung auch für junge Familien attraktiv ist. Dafür kann und sollte die Wissenschaftsministerin die Rahmenbedingungen setzen. So muss es mehr Perspektiven und Sicherheit auf eine Anschlusstätigkeit nach der Promotion geben. Zudem muss der Ausbau der Kinderbetreuung an den Hochschulen stärker unterstützt werden. Ohne junge Forschende würden Lehre und Verwaltung an vielen Hochschulen zusammenbrechen. Das ist aber nicht im Sinne des Erfinders! Hier muss wieder mehr Ehrlichkeit einziehen.“

Stuttgart, 24. Juni 2021

Achim Winckler
Pressesprecher

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Berater für Bildung, Jugend, Sport, Hochschulen, Wissenschaft und Kunst