Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, zu den heute veröffentlichten Zahlen des Bildungsmonitors und der Stellungnahme des Kultusministeriums:

„Dieses Abfeiern von Mittelmaß ist nicht mehr auszuhalten und kann nicht der Anspruch sein! Ein letzter Platz bei der Schüler-Lehrer-Relation an den Grundschulen oder bei der Ganztagsbetreuung an Kitas ist ein deutliches Alarmsignal.“

„Dies gilt insbesondere mit Blick auf den Fachkräftemangel, da sich Frauen aufgrund des Mangels an Ganztagesplätzen aus dem Arbeitsmarkt zurückziehen. Das haben auch die Erfahrungen der Coronajahre gezeigt. Die Landesregierung muss die zahlreichen Großbaustellen in der Bildungspolitik endlich in Angriff nehmen und sich nicht länger in fadenscheinige Ausreden flüchten. Wir brauchen Stellen – Stellen – Stellen, bei Lehrkräften wie in der pädagogischen Ausbildung!“

Fulst-Blei: „Dass wir auch bei der Internationalisierung den letzten Platz belegen ist ein Armutszeugnis. Gute Bildung bedeutet heutzutage auch, dass die Schülerinnen und Schüler fit in anderen Fremdsprachen sind. Für einen Wirtschaftsstandort wie Baden-Württemberg sollte das selbstverständlich sein. Doch während für viel Geld mit Kampagnen wie „The Länd“ internationale Fachkräfte angeworben werden sollen, verpassen wir es gleichzeitig, die Schülerinnen und Schüler an den Berufsschulen in den Fremdsprachen zu stärken. Gleiches gilt für den Fremdsprachenunterricht an Grundschulen. Die Ergebnisse des Bildungsrankings machen unumwunden klar: Bei der grün-schwarzen Bildungspolitik existiert erheblicher Handlungsbedarf.“

Achim Winckler
Pressesprecher

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Beraterin für Bildung, Jugend und Sport