Fraktionsvizechefin Altpeter: „Die Landesregierung muss sich entscheiden, ob sie neue Wege gehen oder den eingefahrenen Kurs von CDU und FDP im Bund fortsetzen will“

Die SPD-Landtagsfraktion fordert im Zusammenhang mit dem heute vorgelegten Landärzte-Programm der Landesregierung den verstärkten Einstieg in regionale Versorgungskonzepte. Alle Beteiligten an der Gesundheitsversorgung müssten ihre Arbeit aufeinander abstimmen. Nach Ansicht der Fraktionsvizechefin Katrin Altpeter zeigen gute Konzepte wie die integrierte Versorgung im Kinzigtal, dass auch ländliche Regionen bei einem abgestimmten Konzept aller Beteiligten eine hervorragende medizinische Versorgung bieten können. Dazu müsse die strikte Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung überwunden und die Prävention gestärkt werden. „Nur das abgestimmte Handeln alle Akteure kann die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum verbessern“, erklärt Altpeter.

Die einzelnen Vorschläge der Landesregierung beurteilte Altpeter positiv. Sie nützten aber wenig, wenn es keine Verbindung zwischen den einzelnen Akteuren wie Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten oder Notärzten gebe. Allerdings stünden die Vorschläge im Widerspruch zur aktuellen schwarz-gelben Gesundheitspolitik im Bund, die nur auf die Freiberuflichkeit der ärztlichen Tätigkeit setze und die Arbeit der unter der SPD eingeführten Medizinischen Versorgungszentren wieder einschränken wolle. „Die Landesregierung muss sich entscheiden, ob sie neue Wege gehen oder den eingefahrenen Kurs von CDU und FDP im Bund fortsetzen will“, erklärt Altpeter.

Stuttgart, 9. November 2010
Dr. Roland Peter
Pressesprecher