Grüne und SPD im Landtag sehen den Zuschlag der neuen Übergangsverträge an die DB Regio AG als beträchtliche Verbesserung zum alten CDU-Verkehrsvertrag. „Die neuen Verträge bringen modernere Züge für die Fahrgäste zu besseren Preisen für das Land“, erklärten Andreas Schwarz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, und Hans-Martin Haller, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
Die grün-rote Koalition baue das Angebot an Bussen und Bahnen im Land Schritt für Schritt weiter aus. Auf vielen Gleisen des Landes werde es zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 ein besseres Angebot mit modernen und barrierefrei zugänglichen Fahrzeugen geben.
„Damit wird ein Großteil der veralteten Silberlinge schon Ende 2016 Geschichte sein“, sagte Verkehrsexperte Andreas Schwarz. „Die jahrelange Blockade des Wettbewerbs im Schienennahverkehr durch den teuren und schlechten Verkehrsvertrag der CDU ist endgültig durchbrochen. Baden-Württemberg ist schon viel zu lange die Altwagensenke der Republik.“
Mit DB Regio habe ein solides Unternehmen den Zuschlag zu einem fairen Preis erhalten, der mit durchschnittlich 9,60 Euro deutlich unter den 11,69 Euro pro Zugkilometer liegt, die aktuell noch nach dem großen CDU-Verkehrsvertrag bezahlt werden müssen.
„Dadurch können die originären Haushaltsmittel, die das Land jedes Jahr in rund dreistelliger Millionenhöhe in Zugbestellungen investiert, damit wegen fehlender Regionalisierungsmittel keine Züge abbestellt werden müssen, deutlich zu Gunsten von z.B. Investitionen in die Schieneninfrastruktur zurück gefahren werden“, stellte der Bahn-Fachmann der SPD, Hans-Martin Haller, zufrieden fest.
„Damit hat sich die sorgfältige Vorbereitung der Ausschreibung der Übergangsverträge durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur gelohnt“, betonte Haller. „Dies ist ein Erfolg grün-roter Verkehrspolitik“, ergänzte Schwarz.
Stuttgart, 4. November 2015