SPD-Fraktionschef Schmiedel: „Sechs Monate vor der Landtagswahl herrscht bei Guido Wolfs Rudel völlige Konzeptlosigkeit.“

SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel bezeichnete den heutigen Vorstoß der CDU, für ein abgestimmtes Vorgehen und für eine verbesserte Integration der Flüchtlinge zu werben, als „ehrenwert“. Allerdings solle sich die größte Oppositionspartei auf den aktuellen Stand bringen, bevor sie weitere Lehrerstellen fordere, die es bereits gibt. „Die Landesregierung hat bereits auf die steigende Zahl der Flüchtlingskinder reagiert und die Zahl der Vorbereitungsklassen an allgemeinen Schulen und VABO-Klassen an beruflichen Schulen erheblich erhöht und bis zum aktuellen Schuljahr bereits 562 Lehrerdeputate zur Verfügung gestellt. Flüchtlingskinder unterliegen der Schulpflicht. Das Land wird seiner Verantwortung auch zukünftig gerecht werden. Wir laden die CDU daher herzlich ein, den eigenen Ansprüchen Taten folgen zu lassen und die Regierung zu unterstützen, anstatt Fundamentalopposition zu betreiben“, so Schmiedel.

Insgesamt betrachtet bewertete der SPD-Fraktionschef die CDU-Bildungspolitik als „Totalausfall“. Er sagte: „Sechs Monate vor der Landtagswahl herrscht bei Guido Wolfs Rudel völlige Konzeptlosigkeit. Von der heutigen Landespressekonferenz hätte ich mir zumindest eine schemenhafte Vorstellung eines CDU-Bildungskonzeptes erwartet. So langsam verliere ich den Glauben, dass da überhaupt noch etwas kommt. Die einzige erkennbare Strategie bleibt der ideologische Feldzug gegen die Gemeinschaftsschule. Das ist verantwortungslos. Denn die Kollegien und alle Beteiligten vor Ort verdienen nicht Häme, sondern unsere Unterstützung. Das hat zum Glück eine Vielzahl der CDU-Kommunalpolitiker erkannt.“

Stuttgart, 11. September 2015
Sven Plank, Stellv. Pressesprecher