MdL Dr. Rainer Prewo: „Wer das Mountainbiken im Tourismus fördern will, muss das Waldgesetz lockern, auf freiwillige Vereinbarungen und die Kompetenz der Kommunen setzen“
Das Mountainbiking auf Wald- und Forstwegen soll nach dem Willen der SPD-Landtagsfraktion in Zukunft weniger staatlich reglementiert werden. „Die geltende Regel von 2 Meter Mindestbreite ist zu starr. Wer das Mountainbiken im Tourismus fördern will, muss das Waldgesetz lockern, auf freiwillige Vereinbarungen und die Kompetenz der Kommunen setzen“, sagte der Abgeordnete Dr. Rainer Prewo.
Das baden-württembergische Waldgesetz verbietet bislang das Radfahren auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 2 Meter Breite. Prewo hält diese Vorschrift für nicht mehr zeitgemäß: „Der ständig wachsenden Bedeutung des Mountainbikens im Freizeitsport und im Tourismus wird sie nicht gerecht.“
Mit einer Parlamentsinitiative drängt der SPD-Abgeordnete die Landesregierung zu deutlich liberaleren Bestimmungen. Prewo kann sich eine freiwillige Vereinbarung zwischen der Landesregierung und den Wander- und Radsportverbänden vorstellen, wie sie beispielsweise bereits im Jahr 2000 in Bayern zustande kam. In Frage käme aber auch eine Lockerung des Waldgesetzes, die es den Kommunen überlässt, Strecken für das Mountainbiken auszuweisen, die eine Wegesbreite von weniger als 2 Metern haben können.
Ziel einer neuen Regelung muss nach den Worten Prewos sein, die Bedingungen für das Mountainbiking in freier Natur zu verbessern. Gleichzeitig gelte es, mögliche Konflikte zwischen Mountainbikern und Wanderern zu begrenzen und die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen verschiedenen Freizeitgruppen zu fördern. „Mountainbiken ist eine umweltverträgliche Natursportart, die heute von Menschen aller Altersgruppen ausgeübt wird und sich zu einem wichtigen Fremdenverkehrsfaktor entwickelt hat. Es ist deshalb höchste Zeit, dass beschränkende Maßnahmen auf das absolut notwendige Maß verringert werden“, so Prewo.
Stellv. Pressesprecher