MdL Katrin Altpeter: „Die Landesregierung muss von ihrem falschen Beschluss, im Jahr 2010 aus der Pflegeheimförderung auszusteigen, wieder abrücken“

Die heute vom Statistischen Landesamt vorgelegten Zahlen zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit im Land machen aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion eine landespolitische Neuorientierung bei der stationären Altenpflege erforderlich. „Die Landesregierung muss von ihrem falschen Beschluss, im Jahr 2010 aus der Pflegeheimförderung auszusteigen, wieder abrücken“, forderte SPD-Fraktionsvize Katrin Altpeter. Die Förderung des Neubaus, Umbaus und der Erweiterung von Pflegeheimen müsse weiterhin von Land gefördert werden, damit das Land seiner Verantwortung für die Gestaltung des demografischen Wandels gerecht werde.

Die Nachfrage nach stationärer Altenpflege steige überdurchschnittlich an. Während die Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt seit 2005 um 5,2 Prozent zugenommen habe, sei die Zahl der Pflegebedürftigen, die in Heimen leben, um 7,2 Prozent angestiegen.

Katrin Altpeter: „Alle Prognosen legen den Schluss nahe, dass diese Entwicklung nicht im Jahr 2010 zum Stillstand kommt, sondern weitergehen wird. Deshalb ist auch nach dem Jahr 2010 eine Förderung des Pflegeheimbaus erforderlich.“

Die SPD-Pflegeexpertin verwies auf den hohen Umbau- und Sanierungsbedarf in vielen Pflegeheimen: „Wenn in vielen Heimen nur fast die Hälfte aller Pflegeplätze Einzelzimmer sind, dann wird deutlich, welch ein hoher Umbaubedarf hier in den nächsten Jahren ansteht.“ Pflegebedürftige ältere Menschen seien immer weniger bereit, in Doppelzimmer zu ziehen. Die Nachfrage nach Einzelzimmern nehme demgegenüber ständig zu.


Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher