MdL Katrin Altpeter: „Die Haltung der Landesregierung ist ein Schlag ins Gesicht von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen“
Die SPD-Landtagsfraktion hat das Nein der Landesregierung zu den Plänen der Bundesregierung, einen bezahlten Pflegekurzurlaub für Angehörige einzuführen, scharf kritisiert. „Es ist zynisch, Menschen, die sich aufopferungsvoll um ihre Angehörigen kümmern, mit dem Hinweis abzuspeisen, sie könnten doch für ihren Einsatz unbezahlten Urlaub oder Resturlaub nehmen. Eine solche Haltung ist ein Schlag ins Gesicht von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen“, sagte SPD-Fraktionsvize Katrin Altpeter. Die auch von der Landesregierung in Sonntagsreden immer wieder erhobene Forderung nach einer besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf entlarve sich als „leeres Geschwätz“.
Altpeter erinnerte daran, dass die Landtags-Enquetekommission „Demografischer Wandel“ in ihren Handlungsempfehlungen aus dem Jahre 2005 Maßnahmen gefordert habe, um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern. Mit ihrer auf der heutigen Kabinettssitzung formulierten ablehnenden Position zum bezahlten Pflegekurzurlaub setze sich die Landesregierung über diese einvernehmlich von allen Fraktionen beschlossene Handlungsempfehlung weg.
Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher