MdL Helmut Göschel: „Die Laufzeit der Vereinbarung ist zu lang und Wettbewerb kommt zu kurz“
Als „Beginn der Stagnation“ bezeichnete der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Helmut Göschel, den heute abgeschlossenen Verkehrsvertrag zwischen der Bahn AG und dem Land. „Es ist ein Unding, dass für eine überlange Laufzeit von 13 Jahren der Status quo bei den geleisteten Zugkilometern festgeschrieben wurde“, begründete Göschel seine Kritik. Bei den in Aussicht gestellten Qualitätsverbesserungen verzichte Minister Müller überdies auf ein kundenfreundliches Angebot in Form von Zugverdichtungen und einer besseren Vertaktung.
Auch dem Wettbewerb auf der Schiene werde mit diesem Großvertrag ein Bärendienst erwiesen, so Göschel. Wer 78 Prozent aller Schienenpersonennahverkehrsleistungen, die im Land erbracht werden, vorläufig dem Wettbewerb entziehe, drohe 2016 vor einem Ausschreibungsdebakel zu stehen. Selbst die vertraglich vereinbarte Möglichkeit, wenigstens ein Drittel der Verkehrsleistungen nach und nach auszuschreiben, degradierten den Wettbewerb zum Bummelzug.
Helmut Göschel: „Für die Südbahn zwischen Ulm und Friedrichshafen/Lindau beispielsweise muss der Kunde bis 2012 auf Ausschreibungserfolge warten.“