Warum sind beim Nationalpark Nordschwarzwald die Kosten seit Ende 2013 um fast 90 Prozent in die Höhe geschossen und weitere zusätzliche Ausgaben nicht auszuschließen? Licht in diese Angelegenheit will nun der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Reinhold Gall, mittels einer parlamentarischen Anfrage bringen.

„Die überraschenden Kostensteigerungen von gut 15 Mio. Euro werfen zahlreiche Fragen bezüglich der Gründlichkeit der Planungen und des Projektcontrollings auf“, sagte Gall. So habe sich bei den Planungen gezeigt, dass ein Parkplatz für das Besucherzentrum schlichtweg „vergessen“ wurde, ebenso wie der Anschluss an das örtliche Gas-, Strom- und Wassernetz.

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Laut einem Zeitungsbericht sind die Kosten für den Nationalpark Nordschwarzwald von 17 Mio. Euro im Oktober 2013 auf aktuell 32 Mio. Euro gestiegen. Mit weiteren Mehraus-gaben für die Parkplätze und ein touristisches Konzept müsse man rechnen, so dass Gesamtkosten in Höhe von 37 Mio. Euro denkbar erscheinen.

„Angesichts dieser Kostenexplosion kommen schon Zweifel an der Aufgabenwahrnehmung durch die grünen Minister Bonde und Untersteller auf“, meinte Gall. Man müsse befürchten, dass die inzwischen erfreulich hohe Akzeptanz des Nationalparks durch grünes Missmanagement Schaden nehmen könne. „Ganz offensichtlich klafft zwischen dem grünen Anspruch, Großprojekte kostensicher und kostentransparent durchzuführen, und der eigenen Wirklichkeit eine nicht zu übersehende Lücke“, tadelte Gall.