MdL Hans-Martin Haller: „Weil es eine neue Faktenlage bei den Lang-LKW gibt, wollen wir mit dem Koalitionspartner reden“

Die gescheiterte Klage Baden-Württembergs vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Feldversuch mit Lang-LKWs in Deutschland und die bislang positive wissenschaftliche Bewertung des bisherigen Feldversuchs machen nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion eine Neubewertung der Lang-LKW in Baden-Württemberg notwendig.

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„Ein einfaches Nein hilft jetzt nicht mehr weiter“, sagte SPD-Verkehrsexperte Hans-Martin Haller. Die Vor- und Nachteile von Lang-LKWs müssten im Lichte der jüngsten Studie neu bewertet werden. „Weil es eine neue Faktenlage bei den Lang-LKW gibt, wollen wir mit dem Koalitionspartner reden“, ergänzte Haller. Die SPD sei im Lichte neuer Erkenntnisse bereit, ihre seitherige Position zu überdenken.

Positive wirtschaftliche wie ökologische Effekte seien etwa, dass im Durchschnitt zwei Lang-LKW-Fahrten etwas mehr als drei Fahrten mit konventionellen LKW ersetzen könnten. Daraus ergeben sich Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse zwischen 15 und 25 Prozent und somit auch weniger Schadstoffemissionen. Die getesteten Lang-LKW seien außerdem nicht schwerer als konventionelle LKW. „Es entstehen also auch keine größeren Belastungen für Straßen und Brücken“, erklärte Haller.

Stuttgart, 19. Dezember 2014
Martin Mendler, Pressesprecher