„Die großen Kirchen stehen überall im Land vor ähnlichen Herausforderungen“, sagt Jonas Hoffmann, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Weniger Mitglieder und Gottesdienstbesuch, Gemeindefusionen und ein teurer Gebäudebestand. Leider werden die Kirchen daher auch viele Pfarr- und Gemeindehäuser anders nutzen oder verkaufen müssen. Darin steckt allerdings auch eine Chance: Denn diese Gebäude sind oft zentrumsnah und gut angebunden – und damit gut geeignet für den Umbau zu bezahlbarem Wohnraum.“
„Dass das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen nun Preise an zehn beispielhafte Projekte für bezahlbaren Wohnraum vergeben hat, zeigt, dass dieses erhebliche Potenzial auch von den Kirchen schon erkannt worden ist“, so Hoffmann weiter: „Leider lässt es die Landesregierung aber bei diesem Preis bewenden und schafft mit insgesamt 50.000 Euro nicht mehr als eine symbolische Geste und eine schöne Pressemitteilung. Dass das Land dieses Potential nicht viel systematischer hebt, ist eine schwere Unterlassungssünde.“
„Um die Schaffung von Wohnraum in kirchlichen Gebäuden wirklich voranzubringen, könnte das Land so viel mehr tun – und müsste das auch: Mit einer klar strukturierten und transparenten Förderung. Und indem das Land nicht nur symbolische Beträge in die Hand nimmt. Für hunderte kirchlicher Gebäude im ganzen Land werden sich in den kommenden Jahren Nutzung und Eigentumsverhältnisse ändern müssen. Die Landesregierung kann und muss die richtigen Impulse setzen, damit die Umnutzung kirchlicher Gebäude und Grundstücke nicht zu einem Schlachtfest für Investoren und Spekulanten gerät, sondern dringend nötiger, sinnvoller Wohnraum geschaffen wird.“
Dr. Hendrik Rupp
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