„Während der unbereinigte Gender Pay Gap 2025 bundesweit weiterhin 16 Prozent betrug, ist der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen in Baden-Württemberg auf 20 Prozent gestiegen“, so die frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Dorothea Kliche-Behnke mit Verweis auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts. „Damit liegt das Land weiterhin auf einem traurigen letzten Platz – und das selbst verschuldet!“
Kliche-Behnke weiter: „Wir fordern endlich eine Offensive der Landesregierung, die zu einer signifikanten Reduzierung des Gender Pay Gaps beiträgt: Das beginnt beim Ausbau der Kita-Plätze, geht über transparente Entgeltstrukturen, einen Lohntransparenzatlas, die konsequente Umsetzung der Gleichstellungsstrategie bis hin zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung und des Ausbaus von Ganztagsschulen.“
Die Abgeordnete ist überzeugt: „Gerade den Ausbau einer durchgehenden, flächendeckend vorhandenen Kinderbetreuung von der Kita bis zur Grundschule hat Grün-Schwarz jahrelang auf die lange Bank geschoben. Jetzt holt uns der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ein und wir sind überhaupt nicht vorbereitet. Das geht dann vielfach zu Lasten der Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen, was wir uns aus wirtschaftspolitischer Perspektive gar nicht leisten können. Im Übrigen liegt in Bundesländern, in denen eine flächendeckende Ganztagskinderbetreuung vorhanden ist, wie zum Beispiel in Sachsen oder in Thüringen, der Gender Pay Gap nur bei sechs beziehungsweise vier Prozent.“
Eva-Christin Scheu
Pressesprecherin




