„In keinem anderen Bundesland sind Studierende an den Hochschulen prekärer beschäftigt als bei uns – und das trotz der schuldrechtlichen Vereinbarung der Tarifgemeinschaft der Länder, die Vertragslaufzeiten von unter zwölf Monaten nur in Ausnahmefällen zulässt“, so Dr. Dorothea Kliche-Behnke, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für die Belange der Studierenden. „Fast 70 Prozent der studentischen Beschäftigten in Baden-Württemberg haben jedoch weit kürzere Verträge und können kaum planen. Und das hat System: Das grün geführte Wissenschaftsministerium versäumt es seit Jahren, sich für die Studierenden einzusetzen. Die Folge ist, dass in Baden-Württemberg prekäre Arbeit für Studierende zum Regelfall wurde. Deshalb brauchen wir dringend einen eigenen Tarifvertrag für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte.“

Kliche-Behnke kündigt an: „Die SPD wird das so nicht stehen lassen. Wir haben bereits in einer Kleinen Anfrage bei der Landesregierung nachgefragt, wie es dazu kommt, dass gerade in Baden-Württemberg Studierende unter solchen Bedingungen an den Hochschulen arbeiten müssen.“

Ansprechpartner

Dr. Elisabeth Häge
Parlamentarische Beraterin für Wissenschaft, Forschung und Kunst