„Drei Tote und viele Verletzte alleine in Baden-Württemberg“, sagt Andreas Stoch, Fraktions- und Landesvorsitzender der SPD im Südwesten: „Schlimme Nächte für unsere Kliniken und Rettungsdienste, die Polizei, die Männer und Frauen unserer Feuerwehren – und natürlich auch für unsere Haustiere und alle empfindlichen Menschen. Dieses Jahr, wie es der Rekordumsatz vermuten ließ, noch schlimmer als sonst.“

Stoch: „Warum wir uns das jedes Jahr antun, verstehen immer weniger Menschen. Es gibt immer mehr Widerstand, immer mehr Verbotszonen, Forderungen nach einem Ende. Wir sehen das, sehen aber auch viele Menschen, die sich auf ein Feuerwerk zum Jahreswechsel freuen. Und ja, da gibt es eine Lösung: Machen wir doch einen Unterschied zwischen Feuerwerk und sinnlosem Geballere.“

„In vielen anderen Ländern ist es schon besser geregelt“, so Stoch: „Dort gibt es in jedem Ort ein schönes Feuerwerk, aber das wird zentral von Profis gezündet, so wie man es bei uns von den Volksfesten im Sommer kennt. Das kann sich jeder ansehen, und Privatleute können sich Wunderkerzen kaufen, wenn sie wollen – mehr nicht.“

Stoch: „Das funktioniert dort prima. Es gibt keine Betrunkenen, die sich und andere mit Böllern und Raketen verletzen, keine Horror-Nächte für die Kliniken. Es gibt keine Brandgefahr, es gibt nicht Tonnen von Dreck und Müll in den Orten. Es gibt dann ein Feuerwerk, wenn die allermeisten es sich wünschen, nämlich an Neujahr um Null Uhr. Es gibt keinen tagelangen Böllerterror, der Tiere genauso quält wie viele Menschen. Bisher piesackt eine kleine, aber buchstäblich sehr laute Minderheit die absolute Mehrheit. Wir können das ändern, ohne auf einen stimmungsvollen Jahreswechsel zu verzichten.“

Ansprechpartner

Marius Marquardt
Berater für Innenpolitik und Migration