Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei: „Ich frage mich so langsam, ob die GEW an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert ist.“

Die SPD-Landtagsfraktion hält die GEW-Kritik vom heutigen Tag für völlig überzogen. Stefan Fulst-Blei, SPD-Bildungsexperte, verwies darauf, dass die Landesregierung seit Regierungsantritt 2011 kein einziges Lehrerdeputat gekürzt habe. Vielmehr seien die bisherige demografische Rendite von 3300 Deputaten sowie 700 Deputate, die durch die schwarz-gelbe Vorgängerregierung fahrlässig im Haushalt nicht gegenfinanziert gewesen seien, in vollem Umfang erhalten worden. Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen und angesichts der GEW-Kritik sagte Fulst-Blei: „Ich frage mich so langsam, ob die GEW an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert ist.“

Er verwies darüber hinaus auf Reformen zur Verbesserung der Unterrichtssituation und der Weiterentwicklung des Schulsystems, die mit zusätzlichen Mitteln hinterlegt worden seien. Als Beispiele nannte er die Einführung der Gemeinschaftsschule, die Aufstockung der Poolstunden an Realschulen und Gymnasien, den Ausbau von Ganztagsschulen im Grundschulbereich sowie eine erkennbare Verbesserung der Unterrichtsabdeckung. Dass dies von der GEW vollständig ausgeblendet und gar ins Gegenteil verkehrt werde, bezeichnete Fulst-Blei als „bemerkenswert“. „Die einseitige und überzogene Kritik an den bereits seit längerem bekannten Konsolidierungsplänen ist eine Hypothek für die anstehenden Gespräche und einem konstruktiven Miteinander abträglich“, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Stuttgart, 7. Mai 2013
Sven Plank
Stellv. Pressesprecher