MdL Gerd Teßmer: „Agrarminister Hauk will nicht wahrhaben, dass die Schwierigkeiten bei der Holzvermarktung eine Folge der unseligen Verwaltungsreform sind“

Nach Auffassung der SPD-Landtagsfraktion steckt in der reformierten Forstverwaltung der Wurm. „Agrarminister Hauk will nicht wahrhaben, dass die Schwierigkeiten bei der Holzvermarktung eine Folge der unseligen Verwaltungsreform sind“, sagte der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerd Teßmer, zu dem heute vor der Landespresse vorgestellten Geschäftsbericht der Landesforstverwaltung.

Nachdem die Holzvermarktung jahrzehntelang erfolgreich durch die Forstbetriebsgemeinschaften von Kommunen und privaten Waldbesitzern erfolgt sei, träten nach Teufels Verwaltungsreform zunehmend auch die Landkreise als Vermarkter auf den Plan. „Anstatt die Kommunen und Privatwaldbesitzer zu unterstützen, machen die Landkreise jedoch zusätzlich Konkurrenz und drücken die ohnehin niedrigen Holzpreise“, kritisierte Teßmer. Diese Praxis widerspreche jedoch den Vorgaben des Landeswaldgesetzes. Auch die Logistik der „Zentralen Holzbereitstellung“ der Landesforstverwaltung sei angesichts der neuen Kleinstaaterei der Landkreise eine nutzlose Krücke.

Gerd Teßmer: „Der Preisverfall beim Holz, den die unselige Verwaltungsreform mit ausgelöst hat, war vorhersehbar. Minister Stächele hatte noch vergeblich versucht, wenigstens die Holzvermarktung zentral zu bündeln. Sein Nachfolger Hauk verkauft die Probleme nun auch noch als Erfolg. Das ist Wegducken und Schönreden zugleich.“

Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher