Für den verbraucherschutzpolitischen Sprecher der SPD im Landtag, Jonas Weber, sind präventive Reihentestungen in Schlachtbetrieben auch für Baden-Württemberg überfällig. Auf die Meldung, wonach das Sozialministerium solche Tests ablehnt, reagiert Weber mit Unverständnis:

„Seit Wochen fordern Experten unisono, in besonders gefährdeten Bereichen präventiv Reihentests auf das neue Corona-Virus durchzuführen, um größere Ausbrüche möglichst früh zu bemerken und einzugrenzen. Was auch die SPD schon länger fordert und Agrarminister Hauk zunächst ablehnte, scheitert nun ausgerechnet am grünen Gesundheitsminister. Es reicht nicht, nur in Sonntagsreden über ‚mehr Tests‘ zu schwadronieren, wenn man, sobald es konkret wird, kneift und bremst. Präventive Tests schützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und können einen Lockdown verhindern, wie wir gerade sehen.“

In Nordrhein-Westfalen werden bereits seit Wochen Corona-Testungen in der Branche angeordnet. Auch die grüne Bundestagsfraktion setzt sich für regelmäßige Corona-Tests der Belegschaft in Schlachthöfen ein und widerspricht damit dem Votum von Lucha.

Stuttgart, 26. Juni 2020

Achim Winckler
Stellvertretender Pressesprecher

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Opitz-Leifheit Fraktion
Nils Opitz-Leifheit
Berater für Energie und Umwelt, Ländlicher Raum, Verbraucherschutz