Wolfgang Drexler: „Es ist tragisch, dass der Krieg nicht zu verhindern war, denn es gab eindeutig die Chance, den Irak mit friedlichen Mitteln zu entwaffnen“
Mit großer Bestürzung und in tiefer Sorge um die künftigen Spielregeln in der internationalen Politik hat SPD-Fraktionschef Wolfgang Drexler auf den Beginn des Krieges der USA und ihrer Verbündeten gegen den Irak reagiert. „Die Anwendung militärischer Gewalt gegen das Regime von Saddam Hussein ist nicht gerechtfertigt. Es gab und gibt eindeutig die Chance, den Irak mit friedlichen Mitteln abzurüsten“, erklärte Drexler.
Vom Irak gehe derzeit keine Gefahr aus, die Krieg rechtfertigen würde, betonte Drexler. „Ich hoffe jetzt auf ein schnelles Ende des militärischen Konflikts und auf möglichst geringe Opfer vor allem unter der Zivilbevölkerung“, sagte Drexler. Eine humanitäre Katastrophe müsse auf jeden Fall, auch mit Hilfe der Vereinten Nationen, verhindert werden.
Wolfgang Drexler: „Ich bin froh, dass die Bundesregierung in der Irak-Frage in Übereinstimmung mit einer großen Mehrheit der Menschen in Deutschland auf sehr besonnene, verantwortliche Weise handelt. Eine Politik, welche die Stärke des Rechts durch das Recht des Stärkeren ersetzt, kann niemals unsere Zustimmung finden, selbst wenn deren Ziele mit demokratischen Idealen verbrämt werden.“
Drexler warnte davor, dass das einseitige Vorgehen der USA das positive Amerika-Bild insbesondere bei der Jugend nachhaltig erschüttern könnte. „Die Autorität der Vereinten Nationen muss unbedingt wiederhergestellt werden“, unterstrich der SPD-Fraktionschef.
Stellv. Pressesprecher