MdL Rolf Gaßmann: „Die Landesregierung ist durch ihr Nichtstun sehenden Auges in die Krise geschlittert. Jetzt muss sie endlich handeln, damit in den Großstädten rasch mehr Mietwohnungen entstehen und Studenten genügend Heimplätze haben“
Angesichts der dramatischen Lage auf dem Wohnungsmarkt in den Universitätsstädten Baden-Württembergs hat die SPD-Landtagsfraktion ihre Forderung nach einem Sofort-programm für mehr Mietwohnungen bekräftigt. „Das Land muss ein Finanzpaket in Höhe von rund 75 Millionen Euro schnüren, um den Mietwohnungsbau in den Groß- und Universitätsstädten anzukurbeln. Dazu zählt auch der Neubau von Wohnheimen für Studenten“, verlangte der wohnungsbaupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rolf Gaßmann, am Montag in Stuttgart.
Der SPD-Abgeordnete warf der CDU/FDP-Koalition vor, sehenden Auges in die Krise auf dem Wohnungsmarkt für Studierende geschlittert zu sein. „Die SPD hat schon für den Doppelhaushalt 2002/2003 eine deutliche Aufstockung der Finanzmittel für den Wohnungsbau beantragt. Doch die Landesregierung hat alle Alarmzeichen missachtet und die Hände weiter in den Schoß gelegt“, sagte Gaßmann.
In den Universitätsstädten des Landes sei die Lage besonders schlimm. „Etwa 50.000 Studierende fangen im kommenden Wintersemester in Baden-Württemberg neu an. Aber nur etwa 5.000 Wohnungen, egal ob gefördert oder frei finanziert, wurden in den Universitätsstädten neu fertig gestellt. Weil die Landesregierung mit ihrer Wohnungspolitik keine Vorsorge getroffen hat, haben die jungen Leute mit erheblichen Engpässen zu kämpfen“, so Gaßmann.
Der SPD-Wohnungsbauexperte bezeichnete es als „Armutszeugnis für ein so reiches Land wie Baden-Württemberg“, wenn langjährig gepflegte internationale Beziehungen am Wohnungsmangel zu scheitern drohen und der Studentenaustausch gefährdet sei, weil nicht genügend Plätze in Wohnheimen zur Verfügung stünden.
Stellv. Pressesprecher