MdL Gerd Teßmer: „Die Herausforderungen für die jungen Bauern werden immer größer. Deshalb ist eine Modernisierung der landwirtschaftlichen Ausbildung überfällig“
Mit einem neuen Studiengang der Fachrichtung Landwirtschaft will die SPD-Landtagsfraktion die Berufsakademie in Mosbach aufwerten. „Die Herausforderungen für die jungen Bauern werden immer größer. Deshalb ist eine Modernisierung der landwirtschaftlichen Ausbildung überfällig“, sagte der agrarpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Gerd Teßmer, zur Begründung seiner Initiative. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD bereits im Landtag eingebracht. Die Berufsakademie Mosbach befürworte die Schaffung eines Ausbildungsziels „Diplom-Landwirt (BA)“ ausdrücklich und sehe darin eine sinnvolle Ergänzung ihres Studienangebots, betonte Teßmer.
Der SPD-Agrarexperte bezeichnete die bislang in Baden-Württemberg vorhandenen Berufsausbildungsmöglichkeiten für junge Landwirte als „seit langem mangelhaft“. Sie müssten angesichts der immer weiter voranschreitenden Anforderungen an die unternehmerischen Fähigkeiten der Landwirte dringend modernisiert werden. „Richtiges Wirtschaften im Erzeugungs- und Veredelungsbereich muss erlernt werden“, sagte Teßmer.
Dazu gehöre auch praktisch anwendbares Wissen über Vermarktungschancen und Direktvermarktung, aber auch über die Einhaltung von Umweltauflagen und den Vertragsnaturschutz. Hinzu komme die Ausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion an Verbraucherinteressen, an artgerechter Tierhaltung und an nachhaltigem Anbau.
Die Qualität und die Tiefe der Ausbildung an einer Berufsakademie sowie ihre Verzahnung mit praktischen Elementen entsprächen genau den Anforderungen, denen sich junge Landwirte, aber auch Berater in den Landwirtschaftsämtern heute stellen müssten.
Gerd Teßmer: „Für zukunftsorientierte landwirtschaftliche Betriebe wird sich ein solches an Praxis, Naturschutz und Marketing ausgerichtetes Studium hervorragend rechnen“. Ein landwirtschaftlicher Bildungsgang an der Berufsakademie schließe die bislang vorhandene Lücke zwischen Universität und Fachhochschule auf der einen Seite und den Berufsfachschulen auf der anderen Seite.
Stellv. Pressesprecher