MdL Norbert Zeller: „Jetzt zahlt die Bundesregierung schon den Ausbau von Ganztagsschulen – doch Kultusministerin Schavan stellt sich bockig und verschleppt die Umsetzung im Land“

Konsequenzen aus der neuen OECD-Bildungsstudie gefordert

Angesichts der erschreckenden Befunde der neuen OECD-Bildungsstudie fordert die SPD-Landtagsfraktion Kultusministerin Schavan auf, ihre Blockade gegen die bildungspolitischen Pläne der Bundesregierung aufzugeben. „Baden-Württemberg muss den Landesanteil an den für die kommenden fünf Jahre angekündigten Bundesmitteln in Höhe von insgesamt 4 Milliarden Euro für die Einrichtung von Ganztagsschulen nutzen, um in Baden-Württemberg zügig ein flächendeckendes Netz an Ganztagsschulen aufzubauen“, sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Norbert Zeller.

Die erheblichen Defizite bei der individuellen Förderung von Kindern im Grundschulalter schreien nach Zellers Worten geradezu nach einem flächendeckenden Netz an Ganztagsschulen als Angebot für diejenigen Eltern, die nicht so viel Zeit mit ihren Kindern verbringen können. Angesichts der von der OECD-Studie dringend angemahnten Verbesserung der individuellen Förderung führe an einem Ausbau der Ganztagsschulen im Land kein Weg vorbei, so Zeller.

Dem Plan des Kultusministeriums, ausschließlich so genannte Brennpunktschulen zu Ganztagsschulen zu machen, erteilte der SPD-Bildungsexperte eine klare Absage: „Eine Schlussfolgerung aus der OECD-Studie lautet doch, allen Eltern, die dies wünschen, die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder auf eine Ganztagsschule mit gutem pädagogischen Angebot zu schicken, wo sowohl leistungsschwächere als auch leistungsstarke Kinder gleichermaßen gefördert werden.“

Zeller appellierte deshalb an die Kultusministerin, die Hilfe aus Berlin nicht länger auszuschlagen: „Anstatt immer wieder den peinlichen Eindruck zu erwecken, dass ihr die angekündigte Finanzspritze des Bundes für mehr Ganztagsschulen gegen den Strich geht, sollte Frau Schavan lieber die Chance beim Schopfe packen und endlich ein Konzept vorlegen, wie der Ausbau der Ganztagsschulen im Land im Interesse der Kinder und Eltern zügig vorangebracht werden kann.“

Martin Mendler

Stellv. Pressesprecher