Als "ganz starkes Zeichen für die Energiewende" hat der Karlsruher Landtagsabgeordnete Johannes Stober, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die neuen Planungen für ein Gas- und Dampfkraftwerk (GuD) des Stadtwerkeverbundes Trianel und der größten deutschen Mineralölraffinerie, der Karlsruher MiRO, bezeichnet.
„Stromproduktion und Stromverbrauch müssen in jeder Sekunde übereinstimmen. Wenn in Zukunft vor allem Windkraft und Fotovoltaik den Strommarkt prägen werden, ist dies entscheidend, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern“, erklärte Stober. Neue Spitzenlastkraftwerke seien daher neben dem Bau neuer Speicher und den Möglichkeiten des sogenannten Lastmanagements der ausschlaggebende Baustein, um die energiepolitischen Herausforderungen zu meistern.
Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld zeigte sich Stober beeindruckt vom unternehmerischen Mut von Trianel und MiRO: "Die Energiewende ist auf zukunftsorientierte Konzepte und die engagierte Initiative wirtschaftlicher Akteure angewiesen. Mit den neuen Kraftwerksplänen wird dies hier in Karlsruhe in die Praxis umgesetzt – darauf kann man stolz sein." Möglich sei dies allerdings nur, weil mit der MiRO ein großer Abnehmer für Strom und Wärme direkt vor Ort sei.
Begleitend zu der Initiative von Trianel und MiRO sieht der SPD-Energieexperte aber auch die Politik in der Pflicht, bessere Marktbedingungen für Gaskraftwerke zu schaffen. Insbesondere der Emissionshandel müsse wieder in Schwung gebracht werden. Schließlich sei es eine dramatische Fehlentwicklung, wenn derzeit vor allem Braun- und Steinkohlekraftwerke die deutlich klimafreundlicheren Gas- und Dampfkraftwerke, die noch nicht einmal die halbe Menge an CO2 ausstoßen, aus dem Markt drängten.
Stuttgart, 8. Juli 2013
Martin Mendler
Pressesprecher