MdL Sabine Fohler: „Ein hervorgehobener Repräsentant einer Organisation mit faschistoid-totalitären Strukturen eignet sich nicht als Verkörperung des Widerstandskämpfers Stauffenberg“

Anlässlich des Kinostarts des US-Films „Operation Walküre“ mit dem bekennenden Scientologen Tom Cruise in der Rolle des Hitler-Attentäters Stauffenberg hat die sektenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Fohler, auf die faschistoid-totalitären Strukturen von Scientology hingewiesen. „Der Medienrummel um Cruise in gerade dieser Rolle täuscht über die wahren Strukturen von Scientology hinweg, und das ist genau so gewollt“, sagte Fohler.

Jeder Kenner von Scientology wisse, dass es sich nicht um eine harmlose Religionsgemeinschaft handele, sondern um eine auf Gewinnerzielung ausgerichtete Organisation, die menschenverachtende, repressive und ausbeuterische Strukturen aufweise. Dies bestätigten zahlreiche Gerichtsurteile. Nicht ohne Grund werde die Organisation seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet. Auch Berlin habe die Beobachtung unlängst wieder aufgenommen. Prominente Scientologen benutzten berufliche Plattformen bewusst dazu, um Scientology in der Öffentlichkeit als harmlose Religionsgemeinschaft darzustellen, die ihre Mitglieder beim Erlangen beruflichen Erfolgs unterstütze.

Sabine Fohler: „Tom Cruise mag ein guter Schauspieler sein, aber es ist hanebüchen, dass ausgerechnet ein exponierter Repräsentant von Scientology Stauffenberg als Symbolgestalt des Widerstands gegen Hitler und damit gegen den Faschismus verkörpert.“

Die Aussagen von Tom Cruise im Vorfeld des Filmstarts in den USA, er sei erzogen worden, Autoritäten anzuzweifeln und das Leben zu hinterfragen, bezeichnete Fohler angesichts seiner Hingabe an Scientology als „verlogen und abstrus“. Dass Stauffenberg und Scientology nicht zusammenpassten, sei auch ein Grund dafür, warum Scientologe Cruise in dem Film „Operation Walküre“ als Widerstandskämpfer so steif und unglaubwürdig rüberkomme, was ihm auch amerikanische Kritiker bescheinigt hätten.


Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher