MdL Ruth Weckenmann: „Mit der geplanten drastischen Kürzung der Fördermittel fährt die Landesregierung diese wichtige Beratungseinrichtung für Berufseinsteigerinnen an die Wand“
Den Kontaktstellen „Frau und Beruf“ droht nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion über kurz oder lang das Aus, sollte die Landesregierung die angekündigten Mittelkürzungen in den nächsten Jahren in die Tat umsetzen. „Mit der geplanten drastischen Kürzung der Fördermittel fährt die Landesregierung diese bewährte Beratungseinrichtung für Berufseinsteigerinnen an die Wand“, kritisierte die SPD-Abgeordnete Ruth Weckenmann.
Der von der Landesregierung beschlossene Haushaltsplan 2005/2006 sieht vor, das Fördervolumen für die Kontaktstellen „Frau und Beruf“ von rund 1 Mio. Euro in den kommenden beiden Jahren um jeweils 250.000 Euro zu kürzen. Weckenmann kommt angesichts dieses rigorosen Zusammenstreichens der Gelder zu der Einschätzung, „dass die Landesregierung in Wahrheit die Schließung der Kontaktstellen in Kauf nimmt“.
Die völlig unverbindliche Absichtserklärung der Landesregierung, dass sie auch in Zukunft gleiche Chancen von Frauen und Männern im Erwerbsleben fördern wolle, ersetzt nach den Worten der SPD-Arbeitsmarktexpertin keine Beratungseinrichtung, die gerade Frauen mit Kindern mit gezielter Hilfestellung und Qualifizierungskursen den Wiedereinstieg in die Erwerbsarbeit ermöglicht.
Weckenmann: „Die Landesregierung ist bei den Kontaktstellen in die Falle ihrer eigenen ideologischen Beschränkungen geraten. Einerseits beschneidet sie die Frauenförderung, andererseits beklagt sie den Mangel an qualifizierten Kräften auf dem Arbeitsmarkt.“