„Der Bericht der Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung von 1.440 fehlerhaft ausgewiesener Lehrerstellen ist insbesondere eins: eine große Enttäuschung“, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei. Sein Hauptkritikpunkt: „Die Fehlerursache ist nicht gefunden worden, es gibt lediglich Mutmaßungen. Wie will man einen Fehler beheben, von dem man nicht weiß, wie er entstanden ist? Das vom Kultusministerium und der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen weitere Vorgehen setzt auf eine Fortführung des fehleranfälligen Systems. Das ist fahrlässig!“

Für den bildungspolitischen Sprecher sind auch nach der Anhörung im Ausschuss für Kultus, Jugend und Sport an diesem Donnerstag zahlreiche Fragen offen: „Warum veröffentlicht das Kultusministerium den Bericht des Unternehmens Deloitte nicht? Was haben die sogenannten ,externen Dienstleister‘ finanziell erhalten? Und wie ,extern‘ können diese überhaupt sein, wenn sie zu Deloitte gehören – also genau zu dem Unternehmen, das das fehlerhafte System entwickelt hat? Wer hier mit Neutralität rechnet, ist schlichtweg naiv.“

Fulst-Blei ist überzeugt: „Nur mit einer vollständigen Offenlegung und einem klaren Systemwechsel kann das verloren gegangene Vertrauen zumindest in Teilen wiederhergestellt werden. Davon ist Theresa Schopper noch meilenweit entfernt.“

Eva-Christin Scheu
Pressesprecherin

Ansprechpartner

Lisa Rößner
Beraterin für Bildung, Jugend und Sport