Jonas Hoffmann, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Die Erkenntnisse aus dem Artikel decken sich mit dem, was wir leider schon viel zu lange wissen: Für junge Erwachsene ist der Umzug in die erste eigene Wohnung ein schwieriger Schritt. Und die Landesregierung versagt mit ihrer schlechten Wohnraumpolitik, diesen für einen großen Teil der nachwachsenden Generation möglich zu machen.“
Bezogen auf eigene Berechnungen, die die durchschnittliche Warmmiete in allen baden-württembergischen Gemeinden mit typischen Gehältern vergleicht, sagt der SPD-Politiker: „Als Berufsanfänger im Mittleren Dienst, mit etwa 2.200€ Netto pro Monat, sind 50 Quadratmeter Wohnung in 420 Gemeinden in Baden-Württemberg zu teuer. Das sind fast 40 Prozent aller Orte im Land. Oft genug liegen gerade Einstiegsgehälter noch einmal deutlich darunter oder man startet mit einer Teilzeitstelle ins Berufsleben. Dann wird es finanziell enger als eng.“
„Das Land könnte schon wesentlich weiter sein, hätte Grün-Schwarz einige Vorschläge umgesetzt, die die SPD seit Jahren fordert: Mindestens einen Euro aus dem Land für jeden Euro aus dem Bund, Priorisierung von Mietwohnungsbau in der Landesförderung und letztlich die Einrichtung einer Landesgesellschaft, die selbst Wohnraum schafft. Dadurch löst sich das Problem nicht von heute auf morgen, aber das wären immerhin die ersten Schritte in die richtige Richtung gewesen“, so Hoffmann abschließend.
Simon Schwerdtfeger
Presse und Social Media
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