MdL Gunter Kaufmann: „Die Landesregierung fordert von den Pädagogischen Hochschulen Reformen, streicht ihnen aber die Mittel für das notwendige Überlastprogramm“

Die heute von Kultusministerin Schavan vorgestellte Reform der Lehrerausbildung in Baden-Württemberg stößt bei der SPD-Landtagsfraktion auf Kritik. „Den vorgeschlagenen Maßnahmen fehlt die Verbindlichkeit und die erforderliche finanzielle Ausstattung“, sagte der SPD-Abgeordnete Gunter Kaufmann.

Wer Reformen voran bringen wolle, müsse auch für gute Rahmenbedingungen sorgen, so Kaufmann im Hinblick auf die Deputatserhöhungen im Hochschulbereich. „Wer aber in der einen Woche den Pädagogischen Hochschulen klammheimlich die Mittel für das so dringend notwendige Überlastprogramm reduziert und in der Woche darauf große Reformen verkündet, braucht sich nicht wundern, wenn Betroffene verärgert sind.“

Die SPD bemängelt zudem, dass Schavan wichtige Strukturfragen bei der Ausbildung von Lehrern ausklammert. „Nicht zuletzt PISA hat gezeigt, dass die Verbindung von Grundschul- und Hauptschullehramt überholt ist“, sagte Kaufmann. Wegen der Bedeutung des Lernens in den ersten Schuljahren bräuchten die Lehrer an Grundschulen eine eigenständige Ausbildung. Das Lehramt an Haupt- und Realschulen soll dafür nach dem Willen der SPD zusammengelegt werden.

Am Freitag dieser Woche wird Kaufmann auf einer Landespressekonferenz das SPD-Konzept für eine Reform der Lehrerbildung vorstellen.

Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher